Asexualität

Eine a_sexuelle Person fühlt keine oder wenig sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Asexuelle Menschen sind nicht auch zwangsläufig auch a_romantisch. Allerdings bevorzugen manche asexuelle Personen, den Begriff ohne Unterstrich zu schreiben. Dadurch wollen sie zeigen, dass Asexualität auf einer Ebene mit anderen sexuellen Orientierungen wie z.B. Heterosexualität oder Pansexualität steht. Asexualität ist eine sexuelle Orientierung und nicht die Entscheidung, auf Sex zu verzichten (wie z.B. im Zöllibat). Außerdem ist es auch für a_sexuelle Menschen nicht ausgeschlossen, aus verschiedenen Gründen Sex zu haben.

Flaggenwissen

Die Pride Flag für asexuelle Menschen wurde im August 2010 entwickelt und in einem Forum zur Abstimmung gestellt. Schwarz steht hier für Asexualität, Grau für das a_sexuelle Spektrum, weiß für (Allo-)Sexualität und Lila für Gemeinschaft.

Oktober

Asexual Awareness Week

Die Asexual Awareness Week findet in der letzten Woche im Oktober statt.

Bisexualität

Bisexuelle („bi“ aus dem Altgriech.: beide/zwei) Menschen fühlen sich sexuell und/oder emotional zu beiden Geschlechtern hingezogen.

» wear your pride on your sleeve! It’s worth it! «

Louise

23.09.

Tag der Bisexualität

Tag der Bisexualität

Mal unter uns:

Hier möchte ich eine Botschaft an meine männlichen Freunde richten: Mut etwas auszuprobieren lohnt sich und Unsicherheit ist die Zeugin der Wahrhaftigkeit. Seid unsicher, verletzbar und gebt euch diesen Dingen voll hin. (…) Aus meiner Erfahrung braucht der auch etwas, um sich daran zu gewöhnen. Und richtig bereit ist der auch nur wenn wir uns in einer Art wohl fühlen und fallen lassen können. Und das erste Mal nackt, mit Intention vor einem anderen Mann nackt zu stehen, kann schon sehr furchterregend sein. Und das ist auch gut so. Ein bisserl Aufregung schadet nie. Heute sage ich, ich bin Männern und Frauen hingezogen, ich kann sagen bisexuell, und es ist mir eigentlich ziemlich egal welchen Ausdruck dafür noch oder stattdessen finden könnte. Weil ich weiß was ich will und ich kann wollen was ich will, und das fühlt sich toll an. Jacob

Flaggenwissen

Die Pride Flag für bisexuelle Menschen wurde 1988 von Michael Page entworfen. Er wollte der bi+sexuellen Community damit ein eigenes Symbol geben und die Sichtbarkeit von bisexuellen Menschen in der queeren Community und der Gesellschaft erhöhen. Der pinke Streifen steht für die gleichgeschlechtliche Liebe, der blaue für die Liebe zu einem anderen Geschlecht und der lilane Streifen in der Mitte steht für die Liebe zu einem Menschen egal wo dieser sich auf dem Geschlechterspektrum befindet.

Homosexualität

Homosexuelle („homo“ aus dem Altgriech.: gleich) Menschen fühlen sich von Menschen des gleichen Geschlechts angezogen **(engl.: Gay)**.

Flaggenwissen!

Die LGBT+ Pride Flag, auch Regenbogenfahne genannt, entstand 1978 in San Francisco, als Harvey Milk, der erste geoutete schwule Mann, der in den USA ein öffentliches Amt bekleidete, Gilbert Baker damit beauftragte, der queeren community ein positives Symbol zu designen.

Davor wurde oft das pinke Dreieck als Symbol benutzt, mit dem Nazis in Konzentrationslagern schwule bzw. queere Männer kennzeichneten. Die erste Regenbogenfahne hatte noch zwei weitere Farben: Pink und Türkis, Pink konnte jedoch nicht als Massenware auf Fahnen gedruckt werden und als die Fahne immer bekannter wurde, wurde Türkis gestrichen, damit sie eine gerade Zahl an Streifen hatte. Jede Farbe hat eine Bedeutung: Pink stand für Sexualität, Rot für das Leben, Orange für Heilung, Gelb für die Sonne, Grün für die Natur, Türkis für die Kunst, Blau für Harmonie und Lila für Spiritualität.

Lesbisch

Frau* steht auf Frau*. Noch fragen?

Mal unter uns: Liebe darf alles sein.

Ich habe in dieser Beziehung erstmals gelernt, was es wirklich heißt queer zu sein. „Ja, ich habe eine Freundin, nein es ist keine „Freundin“, es ist meine Partnerin!“ - darauf folgten erstaunte Blicke, entsetze Blicke und lächelnde Blicke, die Reaktionen waren, wie die Welt, ganz vielfältig und überraschend. Und diese Vielfältigkeit leben wir. Wir normalisieren sie, wir laufen und knutschen mit Absicht in einem kleinen konservativen Städtchen, schauen zurück, wir zeigen das Liebe alles sein darf. Du musst es nur leben.

Schwul

Mann steht auf Mann. Ganz einfach, oder?

Und damals so? Paragraph 175

§ 175 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) existierte vom 1. Januar 1872 (Inkrafttreten des Reichsstrafgesetzbuches) bis zu seiner Abschaffung in der wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland am 11. Juni 1994. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe. Insgesamt wurden etwa 140.000 Männer nach den verschiedenen Fassungen des § 175 verurteilt. Die Nationalsozialisten verschärften die den § 175, unter anderem durch Anhebung der Höchststrafe von sechs Monaten auf fünf Jahre Gefängnis. Darüber hinaus wurde der Tatbestand von beischlafähnlichen auf sämtliche „unzüchtigen“ Handlungen ausgeweitet. Gleichzeitig nannte man den 17. Mai (17.5.) zahlenspielerisch den „Feiertag der Schwulen“. Seit 2005 finden am selben Tag Aktionen zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie statt.

Mal unter uns: Neue Stadt, neues Glück

Auch wenn ich nun in meinem Freundes- und Familienkreis offen über meine Sexualität reden konnte, so war ich stets in meinem gewohnten Umfeld gehemmt, mich offen zu zeigen, denn Menschen hatten mich anders kennengelernt. Ein weiterer Ortswechsel musste her: Ich zog in eine neue Stadt, bekam neue Freund:innen und sie lernten mich direkt ohne Fassade kennen. Keine Aufklärung war mehr notwendig. Ich war letztlich an dem Punkt angekommen, an dem ich nicht nur zu meinen Mitmenschen, sondern auch zu mir selbst komplett ehrlich war. Diese neue Erfahrung machte mich selbstbewusster, stärkte mich nachhaltig und lies mich nun auch in meinen vorherigen Lebensräumen offen zeigen. Ich hatte gelernt, dass Freund:innen einfach an einander interessiert und für einander da sind - einander lieben. Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, diesen emotionalen Halt anzunehmen anstatt abzuschütteln, zuzulassen, was man ist, anstatt Fassaden zu konstruieren. Im Nachhinein hat sich für mich herausgestellt, dass die einzigen Personen, die aktiv Druck auf mich aufgebaut hatten in Wahrheit ich selbst und Menschen, die keine Relevanz in meinem Leben hatten, waren. Menschen die mich liebten, akzeptierten mich egal wie wich war. Menschen die mich liebten, wollten zu keinem Zeitpunkt bewusst Druck auf mich ausüben. Mein persönliches Leben ist seit meinem Outing unbeschwerter und ich hätte mir im Nachhinein gewünscht, früher in der Lage gewesen zu sein, zu mir selbst zu stehen. Die Zeit, die der Prozesses der Selbstakzeptanz jedoch bei mir gebraucht hat, war für mich nicht beeinflussbar und so bin ich letztlich einfach zufrieden, dass ich diesen Punkt erreicht habe.

Und damals so? Der Rosa Winkel

Der Rosa Winkel diente während der Zeit des Nationalsozialismus zur Kennzeichnung von männlichen Häftlingen in den Vernichtungs- und Konzentrationslagern, sofern sie aufgrund ihrer Homosexualität dorthin verschleppt worden waren. Veröffentliche Zahlen besagen, dass ziwschen 10 000 und 15 000 homosexuelle Männer verschleppt und davon 5000 bis 9000 ermordet wurden

Pansexualität

Pansexualität („pan“ aus dem Altgriech.: jedes) ist eine sexuelle Orientierung, bei der Personen in ihrem Begehren keine Vorauswahl nach Geschlecht bzw. geschlechtlicher Identität treffen.

Flaggenwissen!

Die Pride Flag für Pansexuelle Menschen wurde 2010 von Jasper V. entworfen um für die pansexuelle Community auch eine eigene Flagge zu haben. Die Fahne besteht aus drei Streifen: Magenta, Gelb und Cyan. Magenta steht für sexuelle Anziehung zu jenen, die auf dem weiblichen Spektrum liegen; Cyan für Anziehung zu jenen auf dem männlichen Spektrum und Gelb steht für sexuelle Anziehung zu nicht-binären Menschen.

Heterosexualität

Heterosexualität: Heterosexuelle („héteros“ aus dem Altgriech.: verschieden) Menschen fühlen sich von Menschen des anderen Geschlechts angezogen.

Heteronormativität

Heteronormativität („héteros“ aus dem Altgriech.: verschieden) beschreibt eine Weltsicht, die Heterosexualität als soziale Norm bestimmt. Damit geht meist ein unhinterfragtes, ausschließlich binäres Geschlechtssystem einher, in welchem das biologische Geschlecht (Sex) mit der geschlechtlichen Identität bzw. dem sozialen Geschlecht (Gender), der Geschlechterrolle und der sexuellen Orientierung für alle gleichgesetzt wird.